Kontakt
Kontakt-Icon

Kontakt

Du hast Fragen, Kommentare oder Feedback – tritt mit uns in Kontakt .

Newsletter-Icon

Newsletter

Melde dich zu unserem Newsletter an!

Berichte (Einsatz/WRD)

Bereichsübung Nordbaden 2026

Veröffentlicht: 28.10.2026
Autor: BB
Gemeinsame Anfahrt im Verband
Erste Rettungsmaßnahme
Einsatz von Tauchern
Personentransport mit dem Boot
Erste Hilfe Maßnahmen

„Schiffshavarie, mehrere Personen im Wasser, eine Person vermisst“ – diese Meldung erreichte am 24.10.2026 die Einsatzkräfte der DLRG im Bereich Nordbaden. Glücklicherweise handelte es sich nicht um eine reale Großschadenslage, sondern um die diesjährige Bereichsübung Nordbaden. Diese gemeinsame Übung der DLRG-Bezirke Rhein-Neckar und Mannheim wurde in Eberbach am Neckar durchgeführt.

Auch die DLRG St. Leon war mit sieben Einsatzkräften vertreten. Für unsere Mannschaft begann der Tag um 8:15 Uhr mit der Abfahrt an unserer Wasserrettungswache. Eingesetzt wurden unser Gerätewagen Wasserrettung mit einem Tauchtrupp, bestehend aus einem Taucheinsatzführer, zwei Einsatztauchern und einem Signalmann, sowie unser Wasserrettungsfahrzeug mit dem Motorrettungsboot „Nussbaum“. Dabei stellten zwei Bootsführer und ein Wasserretter als Bootsgast die Bootsbesatzung.

Anfahrt im Verband

Die erste Station unserer Einsatzkräfte war die DLRG-Wache in Heidelberg. Dort trafen sich die Einheiten aus Leimen, Mannheim und St. Leon, um anschließend gemeinsam im geschlossenen Verband in Richtung Eberbach zu fahren. Hierbei übten die Mannschaften eine solche Verbandsfahrt zugleich für den Katastrophenschutz. Für die Kraftfahrer bot sich so die Möglichkeit, das Fahren im Verband unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.

Während sich der Verband in Neckargemünd befand, erfolgte gegen 9:35 Uhr die Alarmierung über Melder und Alamos. Ab diesem Zeitpunkt startete die eigentliche Einsatzfahrt. Gemeldet wurde eine Schiffshavarie (Notlage eines Schiffes) auf dem Neckar zwischen der Schleuse Rockenau und dem Eberbacher Stadtteil Lindach. Mehrere Personen sollten sich im Wasser befinden, außerdem galt eine Person als vermisst.

Nach der Alarmierung wurde der Verband aufgeteilt: Die Bootsgruppen fuhren direkt zu einer Slipstelle in Eberbach, während die weiteren Fahrzeuge die Einsatzstelle anfuhren.

Das Übungsszenario

Das vor Ort dargestellte Szenario zeigte eine Kollision eines Partyfloßes mit einem kleinen Passagierschiff auf dem Neckar. Das Partyfloß sank nach dem Zusammenstoß schnell. Mehrere Personen konnten sich schwimmerisch ans Ufer retten, waren dort jedoch verletzt oder erschöpft. Weitere Personen trieben beim Eintreffen der Einsatzkräfte noch im Wasser. Eine Person wurde vermisst und musste durch Taucher gesucht werden.

Das Passagierschiff wurde durch die Kollision manövrierunfähig und trieb bis kurz vor die Schleuse Rockenau, wo es auf Grund lief. Die Personen an Bord mussten durch die DLRG-Mannschaften gerettet und evakuiert werden.

Erste Maßnahmen an der Einsatzstelle

Direkt zu Beginn der Lage war ein Einsatztaucher der DLRG St. Leon als erste Einsatzkraft im Wasser. Er rettete eine verunfallte Person aus dem Neckar. Im Anschluss wurde diese Person unmittelbar durch eine Sanitäterin der DLRG St. Leon betreut und erstversorgt.

Einsatz unserer Kräfte vor Ort

Parallel dazu organisierten sich die Führungskräfte an der Einsatzstelle. Die Lage wurde in verschiedene Einsatzabschnitte gegliedert, unter anderem in die Bereiche „Boot“, „Tauchen“, „Sanität“, „Ortung“ und „Strömungsrettung“. Die jeweiligen Abschnittsleiter waren für ihren Bereich verantwortlich und dem Einsatzleiter unterstellt. Der Abschnitt „Tauchen“ wurde dabei durch den aus St. Leon angereisten Taucheinsatzführer geleitet.

Schnell wurden eine Tauchstelle am Ufer sowie eine weitere Tauchstelle auf einem Boot eingerichtet, um nach der vermissten Person unter Wasser zu suchen. Währenddessen wurden die an Land befindlichen Verletzten durch Sanitätstrupps betreut und erstversorgt. Die eingesetzten Strömungsretter retteten parallel dazu die noch im Neckar befindlichen Personen des Partybootes.

Auch die Boote kamen für unterschiedliche Aufgaben zum Einsatz. Mit ihnen transportierten die Bootstrupps unter anderem Wasserortungshunde, suchten das Einsatzgebiet mit Sonartechnik ab und unterstützten bei der Rettung und Evakuierung der Personen des verunfallten Passagierschiffs.

Die Besatzung der „Nussbaum“ erhielt zunächst den Auftrag, die Lage am verunfallten Passagierschiff zu erkunden. Anschließend erstversorgten die Einsatzkräfte verletzte Passagiere und transportierten sie zur Patientenablage im Einsatzgebiet. Die Patientenablage stellte in der Übung die Übergabestelle an den Rettungsdienst dar. Dort endete für die DLRG-Kräfte die unmittelbare Erstversorgung.

Übungsende

Die Übung endete gegen 12:30 Uhr, nachdem die vermisste Person des Partybootes in Form einer Sonarpuppe durch einen Taucher gefunden werden konnte. Insgesamt waren fast 80 Personen an der Übung beteiligt, darunter Einsatzkräfte, Übungsleitung, Verletztendarsteller und weitere Unterstützende. Insgesamt waren neun Wasserrettungsgruppen vertreten.

Die jährliche Bereichsübung ist für alle Einsatzkräfte von großer Bedeutung. Sie bietet die Möglichkeit, die Zusammenarbeit verschiedener Ortsgruppen, Fachbereiche und Einsatzabschnitte unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Gleichzeitig können Abläufe überprüft, mögliche Schwachstellen erkannt und wichtige Erfahrungen für den Ernstfall gesammelt werden.

Die DLRG St. Leon bedankt sich herzlich bei der Übungsleitung, der DLRG Eberbach für die Ausrichtung vor Ort, den Verletztendarstellern sowie allen beteiligten und unterstützenden Kräften. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Reservistenkameradschaft für die Verpflegung im Anschluss an die Übung. Wir konnten viel lernen, unser Wissen praktisch anwenden und freuen uns bereits auf die nächste gemeinsame Übung.

Diese Website benutzt Cookies.

Diese Webseite nutzt Tracking-Technologie, um die Zahl der Besucher zu ermitteln und um unser Angebot stetig verbessern zu können.

Wesentlich

Statistik

Marketing

Die Auswahl (auch die Ablehnung) wird dauerhaft gespeichert. Über die Datenschutzseite lässt sich die Auswahl zurücksetzen.